Erstes Zertifikat durch DQS vergeben

EcoStep Energie: Energieregelwerk für produzierende KMU als Grundlage für Spitzenausgleich anerkannt

Deutsche Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe können einen Strom- und Energiesteuererlass erhalten, wenn sie ein Managementsystem System zum Festlegen von Politik und Zielen sowie zum Erreichen dieser Ziele (Quelle: ISO 9000) zur Optimierung ihres Energieverbrauchs einführen. Im Oktober 2014 hat das Käsewerk Etelser & Alperi aus Stuhr in Niedersachsen als erstes KMU einen solchen Nachweis Aufzeichnungen, Tatsachenfeststellungen oder andere Informationen, die für die Auditkriterien zutreffen und verifizierbar sind (Quelle: ISO 9000) über das integrierte Energiemanagementsystem EcoStep Energie erbracht.

EcoStep Energie knüpft als Zusatzmodul an bestehende Managementsysteme an wie ISO 9001, ISO 14001 und EcoStep 4.0. Es wurde für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) entwickelt und richtet sich als betriebsspezifisches Energiemanagementsystem an energieintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit bis zu 250 Mitarbeitern. EcoStep Energie orientiert sich speziell an den Bedürfnissen des Mittelstands und kann daher angemessen umgesetzt werden.
 

Die Vorbereitung zur Implementierung eines Energiemanagementsystems nach EcoStep Energie ist als Kombination aus Workshop und Praxisberatung konzipiert. Dazu gehören die Einführung in grundsätzliche Themen wie die Erfassung und Dokumentation von Verbräuchen und Emissionen sowie eine betriebsspezifische Detailberatung. Nach der Implementierung von EcoStep Energie, das sich auf die Kernforderungen der internationalen Energiemanagementnorm ISO 50001 stützt, kann sich der Betrieb von der DQS als EcoStep-Partner zertifizieren lassen.

 

 

Zertifikatsübergabe im Käsewerk Etelser & Alperi, v. li.: Konrad Vossmann, Produktionsleiter; Jan Brüns, Geschäftsführer; Martin Schulze, Koordinierungsstelle EcoStep
 

Martin Schulze, der verantwortliche Leiter für das Angebot des EcoStep-Systemträgers RKW Bremen, erläuterte anlässlich der Zertifikatsübergabe: „Es gibt viele gute Gründe, jetzt zu handeln, schließlich läuft die Frist für den Erstattungsantrag am 31. Dezember 2014 ab.“ Der Stichtag für den Nachweis Aufzeichnungen, Tatsachenfeststellungen oder andere Informationen, die für die Auditkriterien zutreffen und verifizierbar sind (Quelle: ISO 9000) ist der letzte Tag des Kalenderjahres, in dem die Beantragung der Rückerstattung erfolgt.
 

Etelser & Alperi Geschäftsführer, Jan Brüns, sieht neben der Möglichkeit der Steuerersparnis weitere Vorteile für Betriebe, die sich im Zuge des Beratungsprozesses ergeben. „Bis hin zu den Mitarbeitern sind die Effekte spürbar. Das Programm hat uns dabei geholfen, vorhandene Ansätze zu systematisieren.“ Seit 2006 ist es der Käserei gelungen, 30 Prozent CO2 pro Kilogramm Käse einzusparen. In zwei Jahren werden es voraussichtlich 50 Prozent sein. Seit dem Jahr 1924 stellt Etelser & Alperi in Stuhr bei Bremen verschiedene Käseprodukte her.

Kontakt
Etelser & Alperi Käsewerk GmbH
Uschi Eyermann, QMB
Stuhr
www.etelser-alperi.de 

 



EcoStep Energie Nutzen im Überblick

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