ISO 19011

Nach eingehender Überarbeitung wurde am 1. Juli 2018 die neue Version des Leitfadens zur Auditierung von Managementsystemen, ISO 19011:2018, in englischer Sprache veröffentlicht. Seit Ende September ist die deutsche Fassung verfügbar. Der internationale Leitfaden enthält Hinweise und Anleitungen zur Auditierung jeder Art von Managementsystem.
Die Richtlinien beziehen sich u. a. auf das Management von Auditprogrammen, die Durchführung interner Audits und Lieferantenaudits sowie die Qualifikation und Bewertung von Auditoren.

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Was war ausschlaggebend für die Revision? In den letzten Jahren hat die ISO eine Reihe neuer, respektive überarbeiteter Managementsystemstandards veröffentlicht. Konsequenterweise mussten die aktualisierten Anforderungen, die neu eingeführten Begriffe sowie die gemeinsame Grundstruktur (High Level Structure) auch in ISO 19011 berücksichtigt werden. Vor allem die große Revision von ISO 9001 im Jahr 2015 hatte in diesem Zusammenhang einen besonderen Einfluss. Zudem sollte ISO 19011 in der neuen Fassung von Organisationen jeder Art und Größe angewendet werden können. Der Fokus auf First- und Second-Party-Audits (interne und Lieferantenaudits) ist indes erhalten geblieben.


Informationen zu neuem Inhalt:

  • Auditprinzipien
    Der neue „risikobasierte Ansatz“ (risk-based approach) wurde eingeführt und berücksichtigt Risiken und Chancen. Dieser Ansatz zieht sich durch den gesamten Leitfaden.
  • Auditprogramm
    Dieses Kapitel hat eine neue Struktur erhalten. In erster Linie wird das Auditprogramm stärker mit dem strategischen Fokus des Unternehmens verbunden. Zudem werden die Randbedingungen für die Erstellung des Auditprogramms um die Betrachtung des Kontextes der Organisation, der identifizierten Chancen und Risiken und der Organisationsziele erweitert.
  • Auditdurchführung
    Hier wurden Ergänzungen gemacht, z. B. in Bezug auf die Verwendung digitaler Medien.
  • Auditoren
    Prozessansatz: Der Auditor muss in der Lage sein, einen Prozess von Anfang bis Ende zu auditieren.
    Kompetenz der Auditoren:  Der Begriff „professional judgement“ enthält, dass Auditoren zur Beurteilung und Bewertung einer Auditsituation ihre Kompetenz, ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen sollen, aber auch ihren „gesunden Menschenverstand“.
    Ergebnisorientierung: Der Fokus für den Auditor soll während des gesamten Audits auf dem beabsichtigten Ergebnis liegen.
  • Anhang
    Der Anhang enthält ergänzende Erläuterungen und Hinweise für das prozessorientierte Auditieren, für den Umgang mit Risiken und Chancen sowie für die Lebenszyklusbetrachtungen.

 

 

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