Corporate Social Responsibilty in der Lieferkette / Nachweisführung steht im Fokus

Frankfurt am Main, 16. Dezember 2020 – Das CSR-Profil eines Unternehmens ist eng mit der Aktivität seiner Lieferkette verknüpft. Angesichts der Globalisierung in Wirtschaft und Industrie gilt dies erst recht.

Die Sorgfaltspflichten von Unternehmen in globalen Wertschöpfungsketten werden zunehmen. Zu den Stakeholdern, welche die Erfüllung von Nachhaltigkeitsanforderungen erwarten, zählen auch Politik und Gesetzgeber als Vertreter von Staat und Gesellschaft. Nach der im April 2017 in Kraft getretenen EU-Richtlinie 2014/95/EU steht nun das „Nachhaltige Wertschöpfungskettengesetz“ NaWKG vor der Tür, bekannt auch als „Lieferkettengesetz“. Mit Inkrafttreten des Gesetzes in 2021 wird der Nachweisführung durch Unternehmen automatisch ein hoher Stellenwert zukommen.

Im Mittelpunkt eines Whitepapers der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS GmbH) steht die Frage, wie Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten glaubhaft und belastbar unter Beweis stellen können. Das Whitepaper CSR in der Lieferkette kann bei der DQS kostenfrei heruntergeladen werden.

Welche Formate zur Nachweisführung gibt es?

Für die Überprüfung von Nachhaltigkeitsaktivitäten z.B. auf der Basis von Lieferantenaudits stehen branchenübergreifende Standards wie IQNet SR 10 oder SA8000 zur Verfügung. Auch Plattformen wie SEDEX oder branchenspezifische Lösungen wie TfS (Chemie) bieten sich an. Als Nachweis erhält das Unternehmen international anerkannte Zertifikate oder Konformitätsbestätigungen.

Eine gut strukturierte Herangehensweise ermöglichen zudem unternehmensspezifisch entwickelte Forderungskataloge. Diese enthalten nach einer sogenannten Wesentlichkeitsanalyse die Themen und Nachweise, die für die jeweilige Organisation tatsächlich relevant sind.

Erweiterte Sorgfaltspflichten: Unternehmen müssen sich vorbereiten

Grundsätzlich gilt bei der Erfüllung von Nachhaltigkeitsanforderungen, dass sich Unternehmen mit den Marktanforderungen vertraut machen und ermitteln müssen, was für sie zutreffend und erforderlich ist. Ein wichtiger Treiber dabei ist die zunehmende Regulierung im Bereich von Lieferketten – eine internationale Entwicklung, die an Fahrt aufnimmt.

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