Informationssicherheit

Studie „Cyberattacken und IT-Sicherheit in 2025“

Wie wird sich die IT-Sicherheit in den nächsten Jahren verändern, und welche digitalen Bedrohungen erwarten uns im Jahr 2025?

Für die Studie „Cyberattacken und IT-Sicherheit in 2025“ wurden im zweiten Quartal 2018 von RadarServices, einem Technologieunternehmen im Bereich Detection & Response, 105 Branchenexperten aus 25 Ländern in Europa und Asien befragt. Sie sollten einen Blick in die Zukunft werfen und einschätzen, wie es um die IT-Sicherheit im Jahr 2025 bestellt sein wird.

72 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Unternehmen derzeitig nicht gut bzw. gar nicht auf die Zukunft vorbereitet sind. Nur 7 Prozent gaben an, dass sie gut bis sogar sehr gut aufgestellt sind. Eine große Rolle spielen bei diesem Thema die Nutzer. Sie gelten heutzutage mit 55 Prozent nach wie vor als meist unterschätztes Sicherheitsrisiko. Denn je besser das eigene Sicherheitsbewusstsein ist und über je mehr Know-how der einzelne Nutzer verfügt, desto größer ist die Chance, dass ein Unternehmen nicht Opfer von Cyberangriffen wird bzw. die Auswirkungen weniger schlimm sind. Eine Investition in das Wissen der Mitarbeiter sollte somit eine gute Investition in eine stabile IT-Sicherheit sein. Doch gilt dies auch noch in der Zukunft? 
 

Wird es noch mehr Cyberattacken geben?

Bei der Frage, wie sich die Anzahl der Cyberattacken bis 2025 entwickeln wird, sind sich die Experten einig. Im Durchschnitt gehen sie von einer jährlichen Wachstumsrate von 300 Prozent aus, 24 Prozent sogar von einer Wachstumsrate zwischen 500 und 1.000 Prozent. Keiner der Experten erwartet, dass die Zahl von Cyberattacken nicht ansteigen wird. Auch eine Stagnation oder ein Rückgang sind nicht abzusehen. 

Wen oder was werden Cyberangriffe am ehesten treffen?

Aufgrund der vielen „smarten“ Geräte, von denen wir heutzutage umgeben sind und die uns das tägliche Leben erleichtern, sind wir über sie auch besonders anfällig für Angriffe. Cyberattacken auf das Internet of Things (IoT) werden zunehmen, besonders auf die Steuerung von Produktionsanlagen, der Operational Technology (OT) oder auf Systeme, die z. B. autonomes Fahren unterstützen. 34 Prozent der befragten Experten geben an, dass sie am meisten Angriffe auf IoT befürchten, gefolgt von 28 Prozent, die Attacken auf kritische Infrastrukturen (KRITIS) und damit einhergehende großflächige Blackouts erwarten. Nur jeweils 6 Prozent fallen auf Smartphone-Attacken, Social Engineering sowie Angriffe auf Cloud Services ab. 

Welche sind die IT-Sicherheitstechnologien von morgen?

Laut der Experten sind „Artifical Intelligence (AI)“ bzw. „Machine Learning“ die Zukunftstrends in der IT-Sicherheit, wenngleich 70 Prozent der Meinung sind, dass diese Themen heute noch in den Kinderschuhen stecken. Dennoch sehen sie optimistisch in die Zukunft. Bereits in zwei Jahren erwarten 67 Prozent von ihnen gute bis sehr gute Fortschritte beim Einsatz von Machine Learning in der IT-Sicherheit, in fünf Jahren sind es sogar 89 Prozent. 

40 Prozent der Experten gehen davon aus, dass lernende Maschinen die Zukunft im Kampf gegen Cyberangriffe sind, gefolgt von einem kontinuierlichen „Security Monitoring“ mit 26 Prozent und Blockchains mit 7 Prozent. Obwohl das (fehlende) Sicherheitsbewusstsein der Nutzer heutzutage eine große Rolle spielt (55 Prozent), sehen nur 5 Prozent der Experten die Notwendigkeit von Awareness-Trainings in der Zukunft. Es scheint, dass sie ganz auf die Intelligenz der Maschinen bauen und weniger auf die der Menschen.

Welche aktuellen IT-Sicherheitstechnologien werden im Jahr 2025 überholt sein?

33 Prozent der Experten vermuten, dass Virenscanner und Antivirus-Programme im Jahr 2025 ausgedient haben werden. Gleiches gilt für signaturbasierte Technologien mit 14 Prozent und Firewalls mit 12 Prozent.

 


Was denken Sie? Überraschen Sie die Prognosen der Experten oder stimmen Sie mit Ihnen überein?
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Quelle: RadarServices, Juli 2018, https://www.radarservices.com/de/ressourcen/studie2025/