Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)

Der Kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) ist eine Methode aus dem Qualitätsmanagement (ISO 9001), um fortwährend immer wieder kleine Verbesserungen bei der Prozessqualität, Verfahrensqualität, Produktqualität, der Lieferfähigkeit und der Servicequalität zu erzielen. Übergeordnetes Ziel ist die Steigerung von Effektivität und Qualität.

KVP hat seine Wurzeln in der Automobilindustrie der 80er Jahre, genauer im japanischen Prinzip des „Kaizen“, was so viel wie „Veränderung zum Besseren“ bedeutet. Eine prägende Eigenheit von Kaizen ist es, dass die Verbesserung schrittweise und im Kleinen erfolgen soll, als konsequent verfolgter Weg der kleinen Fortschritte, der immer wieder von neuem begangen wird. Ein weiteres Merkmal besteht darin, dass Verbesserungen von den Mitarbeitern im Team selbst geplant und umgesetzt werden.

Der Kreislauf der kleinen Schritte spiegelt sich auch im PDCA wieder, dem Steuerinstrument im KVP. PDCA steht für Plan-Do-Check-Act, also Planen-Umsetzen-Überprüfen-Handeln. Dieser Prozess in vier Phasen ist auch bekannt als Demingkreis oder Shewhart-Zyklus. PDCA ist der Prozess des Erkennens und des Lösens von Problem in vier Schritten, und das in der kontinuierlichen, immer wieder von vorne begonnenen Anwendung. Eine verwandtes Verfahren ist die SDCA-Methode (Standardize-Do-Check-Act).

Heute ist der KVP Bestandteil nicht nur eines Qualitätsmanagementsystems, sondern wird auch z.B. im Umweltmanagement oder Arbeitsschutzmanagement angewendet. Auch ist KVP längst nicht mehr auf die automobile Serienfertigung begrenzt und kommt branchenübergreifend ebenso in der Dienstleistung wie in administrativen Strukturen von Unternehmen zum Einsatz.

Dem KVP verwandte Begriff sind z.B. das Aktive Veränderungsmanagement (AVM), Ideenmanagement und betriebliches Vorschlagswesen aber auch das Toyota Produktionssystem. Eine Möglichkeit, KVP in Organisationen zu etablieren, sind Qualitätszirkel als innerbetriebliche Arbeitskreise oder Projekte nach der Six Sigma-Methodik.