High Level Structure

High Level Structure

Die High Level Structure (HLS) wurde durch die ISO – International Organization for Standardisation eingeführt, um Managementsystemnormen eine einheitliche Struktur und gleichartige Kerninhalte vorzugeben. Das Ziel dahinter: mit einem normübergreifenden Strukturaufbau die Angleichung unterschiedlicher ISO-Normen zu verbessern. Die HLS dient zudem als Leitfaden zur Entwicklung künftiger Normen, so dass langfristig alle Managementsystemnormen die gleiche übergeordnete Gliederung und gemeinsame Kernanforderungen enthalten.
Die Regeln zur High Level Structure und die Kerninhalte sind als öffentliche Information zugänglich: „Annex SL“

 

Welche Normen haben die High Level Structure?

Allen modernen ISO-Managementsystemnormen liegt die sogenannte Grundstruktur – High Level Structure – zugrunde. Dazu gehören die Normen für Qualitätsmanagement ISO 9001, Umweltschutz ISO 14001, Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ISO 45001 und Energiemanagement ISO 50001. Die erste bedeutendere Norm mit einer standardisierten Struktur (HLS) war die Norm für Informationssicherheit ISO 27001 im Jahr 2013.

 

Aufbau der HLS

Die High Level Structure hat eine starke Fokussierung auf das oberste Management und den Kontext der Organisation (Kapitel 4 und Kapitel 5). Die Struktur besteht immer aus zehn Kapiteln:

  1. Anwendungsbereich
  2. Normative Verweisungen
  3. Begriffe
  4. Kontext der Organisation
  5. Führung
  6. Planung (für das Managementsystem)
  7. Unterstützung
  8. Betrieb
  9. Bewertung der Leistung
  10. Verbesserung


Die Unterkapitel einzelner Normen unterscheiden sich je nach Thema um den fachspezifischen Inhalt einer Norm. So hat eine Qualitätsmanagementnorm unter Kapitel 5 mehr Unterkapitel als die Norm für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.

 

Vorteile und Nutzen der High Level Structure

  • die einheitliche Struktur und der Gebrauch identischer Kerntexte, Begriffe und Definitionen erleichtert Anwendern das Verständnis einer Norm
  • mit der HLS wird die Einführung mehrerer Managementsysteme (z.B. Qualität, Umwelt, Informationssicherheit) wesentlich vereinfacht und effizienter, auch Doppelarbeiten und Aufwand bei der Dokumentation werden reduziert
  • Dank der Vereinheitlichung lassen sich weitere Managementsysteme schneller in ein bereits vorhandenes System integrieren, in den meisten Fällen bildet ISO 9001 die Ausgangsbasis
  • bei integrierten Managementsystemen können interne Audits einfacher, bzw. nach mehreren Normen gleichzeitig durchgeführt und Synergien genutzt werden