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Nachhaltigkeit im Lieferantenmanagement – 3 Gründe, aktiv zu werden

Das CSR-Profil eines Unternehmens ist eng mit der Aktivität seiner Lieferkette verknüpft. Angesichts der Globalisierung in Wirtschaft und Industrie gilt dies erst recht. Geschäftspartner müssen heute in ihren nationalen wie internationalen Beziehungen Verantwortung in der Nachhaltigkeit übernehmen und ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen. Konkret bedeutet dies: verstärkt ökologische, ökonomische und soziale Aspekte zu berücksichtigen. In seinem Beitrag für die Fachzeitschrift „Industrieanzeiger“ kommt Altan Dayankac, Experte für Sustainability zu dem Schluss: „CSR-Lieferantenaudits sind ein Muss.“
Pixabay Nachhaltigkeit Lieferantenmanagement

Verlässliche Lieferanten und Partner tragen maßgeblich zur Kundenzufriedenheit und zum Erfolg Ihres Unternehmens bei. Es reicht heute nicht mehr aus, nur auf die eigene Qualitätsfähigkeit zu schauen. Die Qualität von Produkten und Prozessketten lässt sich erheblich steigern, wenn beide Seiten in der Lieferkette partnerschaftlich und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Eine ausgewogene Lieferantenstruktur beugt Lieferengpässen vor, eine hohe Lieferfähigkeit und Termintreue stabilisieren den eigenen Herstellungsprozess. Das Instrument dafür: DQS-Prozessaudits im Lieferantenmanagement.

Die richtige Auswahl, Bewertung und Qualifizierung geeigneter Lieferanten wird damit zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Dies ist vielfach auch gelernt – in der Vorgehensweise aber nicht mehr vollständig.

Lieferantenmanagement entlang CSR-Kriterien

Hinzu kommt heute nämlich die Verpflichtung, den strategischen Einkauf um die Komponente der sozialen Nachhaltigkeit zu ergänzen. Fehlt in Unternehmen das Verständnis für den nachhaltigen Aufbau und die Entwicklung der Lieferkette, dann fehlt heute ein weiterer entscheidender Faktor bei der Lieferantenauswahl für die Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen. Am Rande: Die Beweglichkeit, Lieferantenmanagement um Kriterien der Corporate Social Responsibility zu ergänzen, ist auch ein Indikator für die Fähigkeit zu Innovation in einer Organisation.

Für Unternehmen mit der Aufgabe, nachhaltige Beschaffung zu gewährleisten, stehen drei mögliche Gründe im Raum, die Nachhaltigkeits-Performance seiner Lieferanten zu überprüfen:

  • weil es aus eigenem Antrieb und auf der Grundlage eines eigenen Verhaltenskodex nur mit CSR-kompatiblen Lieferanten arbeiten möchte,
  • weil es von den eigenen interessierten Parteien dazu angehalten wird, für die Erfüllung der wesentlichen Anforderungen an Social Responsibility und an die Achtung der Menschenrechte in der Lieferkette zu sorgen
  • oder weil es politisch (rechtlich) erforderlich ist und z.B. eine Verpflichtung zur Berichterstattung besteht.

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In der Fachzeitschrift Industrieanzeiger können sie den gesamten Beitrag zum „Thema CSR – Anforderungen in der Lieferkette lesen. Im Artikel werden Basis-Referenzen für CSR-Anforderungen genannt, die wesentliche Rolle der Politik in diesem Zusammenhang wird beschrieben und es wird auf Managementsysteme, Standards und Leitfäden wie ISO 26000 sowie branchenspezifische Initiativen eingegangen.